Kino: Der Hobbit, Teil 2 – Smaugs Einöde

Am gestrigen Donnerstag habe ich mit den Kollegen des Stammtisch Linker Niederrhein der Deutschen Tolkien Gesellschaft („DTG“) den zweiten Teil der Verfilmung des Romans „Der Hobbit“ besucht. Hier meine _persöhnliche_ Rezension:

Spätestens mit diesem Teil sollte allen klar sein, dass es sich nicht um eine reine Buchverfilmung handelt! Einige Passagen des Buches wurden stark gekürzt (Beorn, Thranduils Hallen), andere dafür weit ausgebaut (Seestadt, Erebor). Ich persönlich konnte keine unnötigen Längen feststellen, im Gegenteil, aufgrund der besagten Kürzungen hätte ich es mir hier und da durchaus noch länger vorstellen können.

Wer eine Spinnenphobie hat, sollte bei den Spinnen im Wald eine Zeitlang die Augen zu machen. Die Darstellung ist sehr realistisch und erst recht in 3D. Ich fand den Kampf aber in unserer 3D+HFR-Version für die Augen zu anstrengend – da waren sehr viele schnelle Szenen und Schnitte dabei, sodass ich nicht immer dem Geschehen folgen konnte.

Die Flucht der Zwerge in den Fässern folgt zwar in der Tat nicht allen physikalischen Gesetzen, aber hey: wir sind in einem Film! Und da muss für das breite Publikum einserseits Action her… und andererseits auch etwas Spaß – was bietet sich da besser an als eine Wildwasserfahrt in Fässern. Dass die Elben den fliehenden Zwerge dabei mehr nachtrauern als die in ihr Reich eingefallenen Orks primär zu bekämpfen – nun ja… Die Orks werden nämlich nur „so nebenbei“ niedergemacht (und das ist noch harmlos ausgedrückt).

Die neue Figur Tauriel find ich gar nicht sooo unpassend im Film🙂. Sie hat offensichtlich die Rolle der Identifikationsfigur für die weiblichen Zuschauer bekommen und hält die Fahne für die gerechte Sache hoch. Mag etwas seltsam anklingen, tut dem Film aber nichts ab. Nur Legolas kommt mir persönlich zu gekünstelt herüber. Aber immerhin wird so herausgestellt, dass er der Sohn von Thranduil ist und somit eine weitere Brücke zum „Herrn Der Ringe“ geschlagen. Leider sieht man Orlando Bloom die 10 Jahre, die vergangen sind, in der Tat an – da hilft auch keine CGI ..

Seestadt ist toll ausgearbeitet!! Einfach beeindruckend!! Hat mir noch mit am besten gefallen. Warum die Zwerge sich hier trennen mussten, keine Ahnung… Wir werden sehen, wie das im dritten Teil weiter aufgenommen wird.

Sehr gut eingearbeitet ist auch die Geschichte um Gandalf in Dol Guldur. Hier bekommt man einen Eindruck, was so im Rest der Welt vor sich geht und welche Gründe Gandalf hauptsächlich bewegen, Thorin zur Rückeroberung des Erebor zu drängen (Gandalf verliert aber wieder seinen Stab – bin gespannt wie er ihn zurückbekommt😉 Offensichtlich wurde es aber genutzt um einen weiteren Erzählstrang zu haben, damit der Film nicht geradlinig nur den Zwergen folgt. Ok, es verlängert den Film, aber nicht so lange wie ich zunächst vermutet hatte – die ersten Gerüchte um den zweiten Teil sprachen ja von einem „Brückenfilm“ zwischen dem ersten und dritten Teil, der sich mehr mit den Geschehnissen in Dol Guldur und dem Weißen Rat beschäftigt. Sooo viel war dann aber doch nicht davon mit dabei.

Ebenso grandios ist Smaug dargestellt. Ich hatte vorher so ein Befürchtung, er könne wie „Godzilla“ rüberkommen, aber das war zum Glück nicht der Fall. Wer einen feuerspeihenden Drachen bisher nur kurz in anderen Filmen gesehen hat, wird hier eines besseren belehrt und bekommt den Odem eines Drachen mal so richtig demonstriert. Dass die Zwerge doch recht schnell den Eingang in den Erebor gefunden haben und dafür länger im Inneren des Erebor mit dem Drachen ringen (anders als im Buch) ist wohl der Filminterpretation geschuldet. Ich fand aber die Idee nicht schlecht, dass die Zwerge auch noch etws zu tun bekommen und sich auch ein paar Ideen einfallen lassen,um Smaug zu besiegen … letztendlich natürlich erfolglos (wie wir alle wissen).

Und ja, natürlich gibt es einen Cliffhanger (Wie aber auch wieder einen Rückblick am Anfang des Films). Einfach nur so, wird aber wohl niemand diesen Film sehen wollen. Dass es einen ersten Teil gab und einen weiteren geben wird ist wohl jedem Zuschauer klar.

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